>> Firma Negerholz produziert umweltgerechte Stützkonstruktionen


Naturnahe Lawinenverbauung aus Robinienholz

Die erfahrene Holzhandelsfirma ,Negerholz" aus Krems-Stein (Niederösterreich) liefert seit Jahren unbehandelte - und somit umweltfreundliche - Holzsperren und Krainerwände aus Robinienholz für die Wildbach- und Lawinenverbauung in ganz Österreich. Mit der Konstruktion verschiedener Bautypen von Lawinenverbauungswerken aus Robinie, dem härtesten heimischen Holz mit Resistenzklasse 1, wurde das auf Wildbach- und Lawinenschutzprobleme spezialisierte Ingenieurbüro Klenkhart (Innsbruck) beauftragt. Diese Konstruktionen ermöglichen eine Anpassung an entsprechende Schneehöhen bzw. gewünschte Ankersysteme, wobei die Dimensionierung gemäß den ,Schweizer Richtlinien für den permanenten Stützverbau (1990)" erfolgt.

Seit 1976 der ,Lawinenerlaß" sowohl den permanenten Lawinenschutz der Seilbahnanlagen als auch jeweils einer der Kapazität der Anlage entsprechenden Abfahrt vorgeschrieben hat, sind Lawinenverbauungen fester Bestandteil der Skigebiete in Österreich. Speziell werden dabei die Anbruchgebiete mit Stützkonstruktionen verbaut, bei denen bei Ausführung gemäß den ,Schweizer Richtlinien für permanenten Stützverbau" eine Sicherheit gegen Lawinenabgänge von über 90% erreicht werden kann. Ober der Waldgrenze, werden derartige flächenhafte Verbauungen großteils mittels Stahlstützwerken ausgeführt. In extremen Lagen dieser Höhenzonen kommen auch Netzverbauungen aus massiven Drahtseilgeflechten zur Anwendung.


Keine imprägnierten Kiefernhölzer mehr notwendig

Im Bereich der Waldgrenze und darunter wurden zum Landschaftsschutz bzw. auch wegen der Chance, in oft wenigen Jahren wieder einen vor Lawinenabgängen schützenden Waldbestand aufzubringen, Holzstützverbauungen eingesetzt. Nachdem die Resistenz der meisten heimischen Hölzer gegen Fäulnis gering ist, kamen vornehmlich kesseldruckimprägnierte Kiefernhölzer zum Einsatz, bei denen die Lebensdauer von den Lieferanten mit 40 bis 50 Jahren angegeben wird. Nach chemischer Fixierung der hochgiftigen Imprägniersalze sind diese Hölzer weitgehend unbedenklich. Daher werden sie auch auf Kinderspielplätzen im Freien z.B. für Klettertürme verwendet.

Allerdings gelangen auch bei noch so guter Fixierung der giftigen Imprägniersalze diese spätestens beim Zusammenbruch der Werke in den Boden. Dementsprechend müßte man nach strenger Auslegung der Umweltgesetze jeglichen Holzabfall beim Aufstellen der Werke sowie die Werke selbst kurz vor ihrem Zusammenbrechen nach ca. 45 Jahren als Sondermüll entsorgen.

Es gibt jedoch auch eine heimische Baumart, die ohne jegliche chemische Konservierung, also völlig unbehandelt, ähnliche Dauerhaftigkeiten aufweist, wie die druckimprägnierte Kiefer. Es ist dies die Robinie. Gemäß ÖNORM B 3012 gilt sie als die einzige heimische Holzart mit Resistenzklasse 1 (Eiche 2, Lärche 3; Kiefer unbehandelt 3-4; Fichte 4). Die mittlere Bruchfestigkeit beträgt für Biegung und Zug 150 bzw. 148 N/mm, während im Gegensatz die hauptsächlich verwendeten Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte und Lärche nur Festigkeit von maximal 107 N/mm aufweisen.


Robinien sind extrem dauerhaft

Durch die ringporige Anordnung der Gefäße mit den damit verbundenen kleinen Gefäßdurchmessern sowie die enge Lagerung der Gefäße ist auch die extreme Härte und das hohe Gewicht bedingt. Zusätzlich bewirkt der Abschluß der Gefäße durch Füllzellen ein sauerstoffarmes Regime und somit eine lebensfeindliche Umgebung für holzzerstörende Organismen.

Ein weiterer Grund für die Dauerhaftigkeit liegt im hohen Anteil von Gerbstoffen und dem Protein Robin, die zusammen den Schutz gegen Insekten und Fäulnis bewirken. Trotz ihrer überdurchschnittlichen hohen Resistenz- und Festigkeitseigenschaften wurde die Robinie infolge ihrer hohen Wurzelenergie und der damit verbundenen Intoleranz anderen Baumarten gegenüber von der Forstwirtschaft mehr als Schädiger denn als Nutzholz angesehen.

Kommt die Robinie nämlich auf Schlagflächen in ihrer Verbreitungszone (Hügelland Ostösterreichs, Slowakei, etc.) auf, ist kaum eine andere Baumart imstande, sich gegen diesen Konkurrenten durchzusetzen. Lediglich in den Weinbaugegenden wurde das Holz wegen seiner jahrzehntelangen Dauerhaftigkeit für Pfähle in den Weingärten verwendet. Erst in letzter Zeit erkannte man wieder das große Anwendungsgebiet im Erd- und Wasserbau. Die hohe Festigkeit und große natürliche Resistenz, verbunden mit einem nie ganz geraden Wuchs, bilden ideale umweltgerechte Voraussetzungen für die Anwendung im Bereich Lawinenverbauung. Durch die hohen Festigkeiten können Stützkonstruktionen mit geringen Abmessungen dimensioniert werden, die unregelmäßige, zumeist leicht gekrümmte Ausformung des Holzes paßt sich viel besser in die Landschaft ein als geradlinige Elemente.

Leicht gekrümmte Ausformung paßt gut in die Landschaft

Die Konzeption dieser Produkte sieht eine kundenfreundliche Komplettlösung inklusive aller Kleinteile bis zur Mitlieferung der Anker- und Grundplatten vor.

Dabei wurden speziell für die bergseitige Ankerverbindung zwei Systeme entwickelt, die einerseits für Gebiete mit hohen Sicherheitsanforderungen und andererseits für Bereiche von Aufforstungen mit großteils Gleitschneeproblemen zur Auswahl stehen. Nur für den Fall, daß die Fundierung auch entsprechend den Schweizer Richtlinien ausgeführt werden muß (hohe Sicherheitsanforderungen, z.B. direkter Schutz von Siedlungsräumen und Skipisten), werden die Anker selbst nicht mitgeliefert. Der Zusammenbau ist einfach, nachdem sämtliche Teile gemäß einer Stückliste numeriert und übersichtlich verpackt geliefert werden.

Entsprechend den unterschiedlichen Kundenwünschen im Hinblick auf Schneehöhen, Gleitfaktoren, Hangneigungen und optimale Bedielungslängen nimmt der Hersteller von fix vorgegebenen Werktypen Abstand. Bei jeder Anfrage wird eine maßgeschneiderte und optimierteLösung für den jeweiligen Anwendungsfall angeboten. Diese Methode bietet großen wirtschaftlichen Nutzen wie folgendes Beispiel zeigt:

Bei wenig gegliedertem Gelände sind möglichst wenige Stützen-Trägerkombinationen mit langen Bedielungslängen am kostengünstigsten.

Bei stark gegliedertem Gelände sind derartige Werke aber nicht mehr verwendbar und die Bedielungslängen müssen reduziert werden.


Checkliste für optimale Dimensionierung

Dementsprechend haben die Firma Negerholz und DI Christian Klenkhart eine Checkliste entwickelt, in der die wichtigsten Parameter anzugeben sind. Gestützt auf diese Angaben errechnet das Ingenieurbüro Klenkhart das in den Holzdimensionen optimierte Stützwerk und leitet die Abmessungen an Firma Negerholz weiter. Deren Spezialist für solche Projekte, Ing. Harald Neger jun., stellt dem Interessenten innerhalb von 5 Tagen nach Anfrage ein Anbot - auf Wunsch auch inklusive Montage.

Die günstige Verbindung der beiden wesentlichen Holzeigenschaften - hohe Verwitterungsbeständigkeit und große Belastbarkeit - machen das heimische Robinienholz sowohl im Erd- und Wasserbau (z.B. Holzkrainerwände) als auch Lawinenverbauungen in Hinblick auf das immer stärker ausgeprägte Umweltbewußtsein zum ,Holz der Zukunft". Damit wird hoffentlich auch in Österreich ein Trend zum umweltfreundlichen Robinienholz fortgesetzt, der seit Jahren bereits in Oberitalien, der Schweiz, aber auch in den Niederlanden besteht.


sd sd sd sd

> Lawinenstützwerke
> Gleitschneeböcke
> Wildbachverbauung
> Individuallösungen
> Checkliste für ein unverbindliches Angebot

> Holz im Freien - Koppelzäune, Gartenzäune, Pfähle
> Brennholz
> Rindenprodukte
> Brennholz INFO

> Wir über uns
> Partner
> Referenzen

Sie möchten mehr über Negerholz und unsere Services wissen. Rufen Sie uns an.
Mo - Fr von 7.30 - 17.00 Uhr
+43 (0)2732 84292

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
Bei Fragen zu einem bestimmten Service, fordern Sie unsere Infomappe an.

Negerholz