Das Holz als Brennstoff

Wenn einem das Holzzerkleinern, das heißt, das Trennen der meterlangen Scheiter und Prügel mit der Kreissäge und besonders das spätere Spalten auf einem festen Hackstock mehr Spaß macht als das monotone Joggen, dann ist das meterlange Scheitholz einer der billigsten Brennstoffe. Das Erfolgserlebnis, vor einem Berg selbstgehacktem Holz zu stehen, das nächste Stück aufzustellen und mit einem herzhaften Schlag zu spalten, ist unbeschreiblich.
Das Einräumen in Keller oder Schuppen, nachdem man Sonne und Wind zum ordentlichen Übertrocknen genützt hat, entspricht dem tief in uns verankerten Vorratsdenken. Mit dem Schlichten entlang der sonnenseitigen Hauswand oder mit dem Errichten eines malerischen Scheitkegels wird unser Schönheitssinn angesprochen.
Aber auch das ofenfertige Scheit wird heute, dank moderner Zerkleinerungsmethoden, zu einem Preis auf dem Markt angeboten, der Ihre Heizkosten gegenüber anderen Brennstoffen erheblich verringern hilft.

Holz ist der historisch älteste Brennstoff, den sich der Mensch zu Nutzen machte. Nach den zwei Verdrängungsprozessen im vorigen Jahrhundert durch die Kohle und in diesem Jahrhundert durch das Erdöl, erlebt das Holz als Energieträger eine Renaissance, die für manche überraschend kommt, für Eingeweihte jedoch nur eine folgerichtige Reaktion auf die unbegrenzte Öl(ver)schwendung der letzten drei Jahrzehnte darstellt.
Holz ist ein sich dauernd erneuernder Brennstoff, es wächst in unseren Wäldern jährlich zu. Es wächst mehr Holz nach, als verwendet wird. Sein ärgster Feind ist der saure Regen, der durch die schwefelhaltigen Kohlen und Öle verursacht wird, die wir ja eben durch das Holz zu ersetzen trachten.

Wer Holz heizt verringert gleichzeitig die Quellen für das unsere Gesellschaft bedrohende Waldsterben.

Vom energetischen Standpunkt gibt es nicht so sehr gutes oder schlechtes Holz, sondern vielmehr
schweres oder leichtes,
trockenes oder feuchtes und
gesundes oder faules Holz.

Holz hat immer einen gewissen Wassergehalt, selbst in Möbeln, Holzdecken und Parkettböden verarbeitetes Holz weist über 10 % Wassergehalt auf. Für die Lagerung und Verbrennung ist das Holz ausreichend trocken, wenn es zwischen 20 und 30 Gewichtsprozente Wasser aufweist.
Es hat jeweils ein Kilogramm Holz von den verschiedenen Baumarten bei gleichem Wassergehalt nahezu den gleichen Heizwert.
Im Volumsmaß (Festmeter, Raummeter, Schüttmeter) gemessen, sind bei gleichem Volumen manche Holzarten leichter und andere schwerer.

Die Raumdichte gibt an, wie viel wasserfreies Holz in einer Raumeinheit frischen Holzes enthalten ist. (Trockensubstanz vom Frischvolumen).
Der Festmeter ist das forstliche Maß für Bäume. Ein Festmeter entspricht in etwa einem Kubikmeter Holz.
Der Raummeter ist das forstliche Maß, nach dem meterlanges Brennholz, also Scheiter, Rollen und Prügel gehandelt wird.
Der Festgehalt, also wie viel Holz tatsächlich in so einem Raummeter vorhanden sind. Der Festgehalt kann für Nadelholz, das in der Regel gerader anfällt, mit 0,70 – 0,75 und für Laubholz, das in der Regel krummliniger ist, mit 0,65 – 0,70 angenommen werden.
Im Schüttmeter wird ofenfertiges Scheitholz geliefert. Man muß den Anhänger, Container oder die Box, in denen die Brennscheiter geliefert werden, messen (Länge x Breite x Höhe) und erhält so die Anzahl der Schüttmeter. Der Festegehalt wird bei 0,65 liegen, d.h. dass im Behälter 65 % Holz und 35 % Zwischenräume sind.
Der untere Heizwert Hu sagt aus, wie viel Energie nach Abzug der Wärme, die zur Verdampfung des im Holz befindlichen Wassers benötigt wird, das Holz in der Lage ist abzugeben.
Gut trockenes Holz hat einen Wassergehalt von 25 % des jeweiligen Gewichtes. Im frisch geschlägerten Zustand hat Holz einen Wassergehalt von 50 – 60 %.


Heizwerte Hu der häufig als Brennholz eingesetzten Holzarten in Megajoule MJ

Gewicht bei 25%
Wassergehalt je
Heizwert Hu bei 25%
Wassergehalt. je
Holzart Raum-
dichte
kg/m3
Fest-
meter
Raum-
meter
Schütt-
meter
kg Fest-
meter
Raum-
meter
Schütt-
meter
Fichte 430 575 415 345 14.2 8 170 5 900 4 900
Tanne 430 575 415 345 14.0 8 040 5 800 4 830
Kiefer 510 680 495 410 13.4 9 120 6 640 5 500
Lärche 545 725 525 435 13.4 9 720 7 040 5 830
Pappel 400 530 360 320 12.3 6 540 4 440 3 940
Weide 500 665 450 400 12.8 8 490 5 740 5 120
Birke 585 780 525 470 13.5 10 550 7 100 6 350
Esche 650 865 585 520 12.7 11 010 7 450 6 600
Rotbuche 650 865 585 520 12.5 10 830 7 320 6 500
Eiche 630 840 565 505 13.2 11 050 7 430 6 670
Weißbuche 680 905 610 540 12.1 10 970 7 400 6 530
Robinie 700 930 630 560 12.7 11 850 8 030 7 110



Wie bereits erwähnt, steigt der Heizwert jedes Holzes mit seiner Trocknung. Frsich geschlägert beträgt der Wassergehalt im Holz meist über 50 %. Je kleiner gespalten und je besser gelagert es wird, desto schneller erreicht es den gewünschten Wassergehalt um 25 %. Gut lagern bedeutet, an einer am Wind und der Sonne gut zugänglichen Stelle mit möglichst viel Zwischenräumen "aufstellen", schlichten oder auch nur "schütten".
Steht kein Asphalt oder Beton befestigter Platz zur Verfügung, ist darauf zu achten, dass der darunter liegende Boden, an dessen Oberfläche dauernd Wasser verdunstet, das vom Holz aufgenommen werden kann, z. B. mit einer Plastikfolie bedeckt wird. Der Boden soll leicht geneigt sein, damit sich auf der Folie keine Regenwasser sammeln kann.
Meterlanges Holz soll immer auf sehr hohen Unterlagen liegen; wenn es keine zu große körperliche Anstrengung verursacht, sollte es besser 1,5 bis 2 m hoch als nur meterhoch geschichtet werden. Abgedeckt soll erst zufriedenstellend trockenes Holz werden 8 dies gilt besonders bei Verwendung von Plastikfolien.
Wird feuchtes Holz abgedeckt, so kondensiert das dem Holz entweichende Wasser auf der Unterseite der Folie und tropft aufs Holz zurück. Ist der bloße Boden nicht bedeckt, gibt dieser zusätzlich laufend Wasser an das Holz ab und das gelagerte Holz trocknet überhaupt nicht ab. Es wird in manschen Fällen am Lager feuchter, als es ursprünglich war. Natürlich kann frisches Holz unter ein Flugdach geschüttet oder in Schuppen gelagert werden, wenn diese sehr gut durchlüftet sind. Erst das gut getrocknete Holz sollte, wenn es mehrere Tage nicht geregnet hat, in den Keller oder in einen anderen Vorratsraum gebracht werden.
Unter breite Dachvorsprünge geschlichtet oder in Form eines Kegels oder einer Pyramide im Garten aufgestellt, schmückt der Holzvorrat das Haus und demonstriert praktiziertes Ölsparen in einer ansprechenden Form.



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